Krieg und Frieden
Töten im Krieg ist nach meiner Auffassung um nichts besser als gewöhnlicher Mord.
Albert Einstein
Freiheit ist immer die Freiheit Andersdenkender.
Rosa Luxemburg
Wenn einer mit Vergnügen zu einer Musik in Reih und Glied marschieren kann, dann
hat er sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon
völlig genügen würde.
Albert Einstein
Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten,
noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
Berthold Brecht
Ich weiß nicht, welche Waffen im nächsten Krieg zur Anwendung kommen,
wohl aber, welche im übernächsten: Pfeil und Bogen.
Albert Einstein
Arbeit und Leben
Auf dieser Welt gibt es genug für jedermanns Bedürfnise, aber nicht für jedermanns Gier.
Mahatma Gandhi
Gott gebe mir die Gelassenheit zu ertragen, was ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge
zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.
Reinhold Niebuhr
Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.
Demokrit
Man irrt sich gewaltig, wenn man glaubt, Fischer und alle, die ihr Geld auf dem Meer
verdienen, seien Männer aus Stahl. Doch im Gegensatz zu den meisten Amateuren
kennen sie ihre Grenzen besser
Björn Larsson
Wir müssen denjenigen Unternehmern, die die Zukunftsfähigkeit ihrer Unternehmen und
die Interessen ihrer Arbeitnehmer im Blick haben, helfen gegen die verantwortungslosen
Heuschreckenschwärme, die im Vierteljahrestakt Erfolg messen, Substanz absaugen
und Unternehmen kaputtgehen lassen, wenn sie sie abgefressen haben. Kapitalismus
ist keine Sache aus dem Museum, sondern brandaktuell.
Franz Müntefering
Ich glaube nicht, dass in der Kenntnis der Produktionskapazität und des Verbrauchs das
Mittel gegen die vorhandenen Schwierigkeiten liegt, weil die Kenntnis im allgemeinen zu
spät kommen dürfte. Ferner scheint mir in Deutschland das Übel nicht in einer Hypertro-
phie des Produktionsapparates zu liegen, sondern in der mangelnden Kaufkraft eines
großen Teiles der Bevölkerung, der durch die Rationalisierung aus dem Produktionspro-
zess ausgeschaltet worden ist.
...
Natürliche Mittel zur Beseitigung der Übelstände sind nach meiner Meinung:1. Nach Berufzweigen abgestufte, gesetzliche Verringerung der Arbeitszeit zur Beseitigung
der Arbeitslosigkeit, in Verbindung Fixierung der Minimallöhne zur Regulierung der Kaufkraft
der Massen gemäß der vefügbaren Warenproduktion.2. Regulierung der zirkulierenden Geldmenge und des Kreditvolumens unter Konstanthaltung
des mittleren Warenpreises, bei Abschaffung jeder besonderen Deckung.3. Gesetzliche Beschränkung der Preise solcher Waren, die durch Monopol bzw. Kartellbil-
dung der freien Konkurrenz praktisch entzogen sind.
Albert Einstein
Die letzten Generationen haben uns in der hochentwickelten Wissenschaft und Technik
ein überaus wertvolles Geschenk in die Hand gegeben, das Möglichkeiten der Befreiung
und Verschönerung unseres Lebens mit sich bringt, wie sie keiner der früheren Genera-
tionen geboten waren. Dies Geschenk bringt aber auch Gefahren für unsere Existenz mit
sich, wie sie noch niemals schlimmer gedroht haben.
Mehr als je hängt das Schicksal der zivilisierten Menschheit von den moralischen Kräften
ab, die sie aufzubringen imstande ist. Deshalb ist die Aufgabe, die unserer Zeit gestellt ist,
nicht etwa eine leichtere als die Aufgaben, welche die letzten Generationen gelöst haben.
Es kann der Bedarf der Menschen an Nahrungsmitteln und Gebrauchsgütern mit einem weit
geringeren Aufwand an Arbeitsstunden geschaffen werden als früher. Dafür aber ist das
Problem der Verteilung der Arbeit und der produzierten Güter viel schwieriger geworden. Wir
alle fühlen, daß das freie Spiel der wirtschaftlichen Kräfte, das ungeordnete und das ungezü-
gelte Besitz- und Machtstreben der Individuen nicht mehr automatisch zu einer erträglichen
Lösung dieser Probleme führt. Es bedarf einer planmäßigen Ordnung der Erzeugung der Güter,
der Verwendung der Arbeitskräfte und der Verteilung der produzierten Waren, um der bedroh-
lichen Ausschaltung wertvoller produktiver Arbeitskräfte und der Verarmung sowie der Verwil-
derung großer Teile der Bevölkerung vorzubeugen.
Albert Einstein
Unrecht gewinnt oft Rechtscharakter einfach dadurch, dass es häufig vorkommt.
Berthold Brecht
Das Geld zieht nur den Eigennutz an und verführt stets unwiderstehlich zum Mißbrauch.
Albert Einstein
Die moderne Kultur ist in ihrer gegenwärtigen Entwicklungsphase eine Kultur ohne
Weisheit, ohne Vernunft. Das ist eine Neuerung unter den Weltkulturen, und eine
Neuerung, die nicht dauern wird.
Carl Friedrich v. Weizsäcker
Die Entwicklung dieses Wirtschaftssystems wurde nicht mehr durch die Frage:
Was ist gut für den Menschen? bestimmt, sondern durch die Frage:
Was ist gut für das Wachstum des Systems?
Erich Fromm
Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert.
Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.
Albert Einstein
Durch Arbeitsamkeit würde sich unser Wohlstand vermehren, aus dem Wohlstand
entstünde Reichtum, aus dem Reichtum entstünden höh're Wünsche, aus den Wünschen
Unzufriedenheit … nein, du verlockst mich nicht, ich bleib' bei meinem stillbescheidnen
tatenlosen Wirkungskreis … ich arbeit' nix!
Johann Nepomuk Nestroy
Der große Sport fängt da an, wo er längst aufgehört hat, gesund zu sein.
Berthold Brecht
Hoffen heißt: die Zukunft dementieren.
E. M. Cioran
Jugend
Das Problem unserer morbiden Gesellschaft ist, daß wir eine Jugend haben,
die mehr erduldet und wehklagt, als daß sie sich zum Protest erhebt.
Thomas Häntsch
Das größte Übel der heutigen Jugend besteht darin, dass man nicht mehr dazugehört.
Salvador Dali
Die Jugend hat in der Regel unrecht in dem, was sie behauptet; aber recht darin,
dass sie es behauptet.
Georg Simmel
Jugend ist kein Lebensabschnitt, sondern eine Geisteshaltung.
Perikles
Ich bin in einer glücklichen Zeit geboren. Den Ausdruck Jugendkriminalität gab es noch
nicht. Uns nannte man einfach Landplage.
Autor unbekannt
Politik
Es heißt: In der Muße kommen oft die besten Gedanken. Aber nicht so in der Politik.
Denn selten sind Politiker nach »Denkpausen« klüger als vorher. Eher hoffen sie, dass
in der Zwischenzeit die Wähler dümmer geworden sind.
Peter Amendt
Die Politik lebt vom Kompromiß, die Kunst vom Absoluten. Wehe, wenn sie die Rollen tauschen!
Ernst Reinhardt
Vive l'€pe:
Liberté - Egalité - Portomonnaie!
Willy Meurer
Der schlechte Politiker verspricht einen fruchtbaren Sommer – der gute Politiker organisiert
genügend Mähdrescher.
Pavel Kosorin
Wohlstandssicherung. Die scheint im Moment wohl durchgebrannt sein.
Siegfried Wache
Unsere Interessenverräter wurden auch gewählt.
Stefan Schütz
Ein Staatsmann ist ein Politiker, der sich in den Dienst der Nation stellt.
Ein Politiker ist ein Staatsmann, der die Nation in seinen Dienst stellt.
Georges Pompidou
Banken
Jede Bank lebt davon, fremdes Geld in eigenes zu verwandeln.
Peter Amendt
Der größte Aktivposten in den Bilanzen der Bankinstitute ist die Dummheit ihrer Klienten.
Erwin Koch
Was ist ein Bankraub gegen die Gründung einer Bank?
Berthold Brecht
Kunst und Kultur
Was darf die Satire?
Alles.
Kurt Tucholsky
Zeige ihnen einen roten Kometenschweif, jage ihnen eine dumpfe Angst ein, und sie werden
aus ihren Häusern laufen und sich die Beine brechen. Aber sage ihnen einen vernünftigen
Satz und beweise ihn mit sieben Gründen, und sie werden dich einfach auslachen
Berthold Brecht
Umwelt
Wir benutzen die Erde, als wären wir die letzte Generation.
René Dubos
Politik kann heute nur noch als die Kunst verstanden werden, die Existenz der Menschen
in einer gefährdeten Welt zu sichern.
Georg Picht
Wir werden eines Tages aufwachen und feststellen, daß Camping, Wandern, Fischen
und Jagen unmöglich geworden sind.
Don Widener
Überbevölkerung
Ungelöst wird dieses Problem alle unsere anderen Probleme unlösbar machen.
Aldous Huxley
... und der Geburten zahlenlose Plage droht jeden Tag als mit dem jüngsten Tage.
Johann Wolfgang Goethe
Was ist also christlicher: in diesem Jahr eine Million vor dem Hungertod zu bewahren,
um dann in den nächsten drei bis vier Jahren vielleicht drei oder vier Millionen nicht mehr
retten zu können - oder wie es ein wirklich nachdenklicher Mann ausgedrückt hat -
Indien seinem Schicksal zu überlassen? Wenn man das täte, so würden im Laufe der
nächsten fünf oder zehn Jahre viele Millionen Menschen weniger einem unausweich-
lichen Schicksal überantwortet werden.
Diese erschütternden Überlegungen zeigen aber, vor welchen Alternativen wir stehen.
Was sich heute in Ägypten und Indien ereignet, wird auch den Rest der Menschheit und
zum Schluß unerbittlich die westliche Welt erreichen.
Heinz Haber